Melanie Lüdtke

Melanie Lüdtke: Hackenporsche

 

Paulina und ihr Vater Ed treffen sich auf einen Spaziergang. Ihr Verhältnis zueinander ist kompliziert – geprägt von Entfremdung und unausgesprochenen Konflikten.  

Wochen zuvor besuchte Ed Paulina auf ihrer ersten Gruppenausstellung, was in einer blamierenden Situation endete. Seitdem zog sich Paulina zurück, konfrontiert mit der schmerzhaften Erkenntnis, dass sie in der großbürgerlichen Kunstwelt wie eine Außenseiterin wirkt. Als Kind aus der Arbeiterklasse kämpft Paulina mit den subtilen Formen von Klassismus, Vorurteilen und Hierarchien, die ihre Identität immer wieder infrage stellen.

 

Und doch hat es Paulina geschafft, den Klassenaufstieg zu wagen. Aber dieser Aufstieg hat die Kluft zwischen ihr und Ed nur vergrößert. Während Paulina versucht, ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden, öffnet sich ihr Vater unerwartet während des Spaziergangs. Ed erzählt von seiner traumatischen Kindheit im Heim, welche geprägt von Gewalt und Vernachlässigung war.  

 

„Hackenporsche“ ist eine autofiktionale Graphic Novel, die sich mit den Themen Klassismus, intergenerationelles Trauma, sozialer Ungleichheit und Identitätssuche auseinandersetzt. Inspiriert von Annie Ernaux’ Literatur, die Klassismus als gesellschaftliches Problem beleuchtet, hinterfragt „Hackenporsche“, wie Herkunft und soziale Klasse die Identität eines Menschen prägen und wie schwer es ist, sich davon zu befreien, ohne sich selbst zu verlieren. 

 

„Hackenporsche“ wurde nominiert für den „Max und Moritz-Preis“ des Internationalen Comic-Salons Erlangen 2026.

 

„[…] Dieser Spaziergang bildet den Rahmen der Handlung, und er bietet eine der intensivsten Dialogszenen, die ich in deutschsprachigen Comics gelesen habe, obwohl Lüdtke dabei viele stumme Panels setzt und ihr Stimmung mehr als Worte bedeutet – ein großer Redner ist der Vater nicht, und die Tochter hört ihm immer faszinierter (und getroffener) zu. […] Ihre beiden Hauptfiguren sind nie exaltiert gezeichnet, die Graphik des Comics ist grau laviert mit seltenen rosa Einsprengseln, wenn es um die Vergangenheit des Vaters geht, in der es alles andere als rosa gewesen ist. Gerade die gebrochenen Erwartungen bei der Lektüre machen dieses Buch so lesenswert.“ 
-- Andreas Platthaus, F.A.Z.

 

„HACKENPORSCHE von Melanie Lüdtke bei Schwarzer Turm ist eine Entdeckung.“

-- Tillmann Courth

 

„Diese sehr sensibel eingefangenen Vater-Tochter-Momente sind schwer zu Herzen gehendes, ganz großes Comic-Kino.“

-- highlightzone.de

 

ISBN 978-3-910648-08-1

240 Seiten, Softcover, 17 x 24 cm

Melanie Lüdtke: Hackenporsche

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Melanie Lüdtke ist freiberufliche Comicautorin und Illustratorin. 1997 geboren und aufgewachsen ist sie in Berlin. Bis 2024 studierte sie in der Comic- und Illustrationsklasse der Kunsthochschule Kassel unter Anleitung von Hendrik Dorgathen.

 

In ihrem Studium spezialisierte sie sich auf die vielseitigen Facetten des grafischen Erzählens.

Darunter fallen: Comics über das alltägliche Leben, dokumentarische Erzählungen, die Auseinandersetzung mit politisch-sozialen Themen wie Klassismus und Queerness, Kollektivarbeiten, Illustration sowie Comiclesungen.