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Webcomics
Die Geburt des World Wide Webs hat auch den Comiczeichnern neue Wege geebnet, ihre Kunst einer breiteren Öffentlichkeit fernab der Grenzen des Prints zugängig zu machen: der Webcomic als Kind des Internets.
Diese Form der elektronischen Verbreitung eigener Werke stellte insbesondere für unbekanntere Comiczeichner und Amateure eine nie da gewesene Möglichkeit dar, ihr künstlerisches Schaffen zu niedrigen Kosten einem Publikum vorzustellen, das nicht mehr nur in die Computer-Nerd-Schublade eingeordnet werden kann. Im Nachhinein betrachtet, erscheint die Entwicklung des Webcomics ganz logisch: In kurzer Zeit entwickelten sich große Leserschaften, vielfältige Stile und Genres im Netz.
Was sind Comicblogs?
Eine Besonderheit in der Entstehung und Entwicklung des Webcomics stellt das sogenannte Comicblog dar, das als Weblog, also einer logbuchähnlich geführten Website, seinen Siegeszug im noch jungen 21. Jahrhundert antrat. Hier vermischen sich das traditionelle Schreiben von Tagebüchern, die Begabung, Comics zu zeichnen, und die unendlichen Möglichkeiten des Netzes zu den autobiografischen Webcomics, den „Comicblogs“, in denen sich Leser zu Wort melden und so einen digitalen Meinungsaustausch anstoßen können.
Vorreiter der Comicblogs war der US-Amerikaner James Kochalka, der bereits 1998 begann, täglich kurze Episoden seines Alltags in Comicform auf den Bildschirm zu bringen. Technologische Erweiterungen, vor allem die Bereitstellung von unkomplizierten Kommunikationswegen und eine veränderte Wahrnehmung des Webs, das zu einer größeren Akzeptanz bei Benutzern führte, sorgten für einen enormen Anstieg von Kreativen, die selbst Inhalte veröffentlichen wollten, unter anderem auch im Bereich der Webcomics und Comicblogs.
In dieser Zeit entstanden Comicblogs wie Flix, Leowald oder Beetlebum, die mittlerweile täglich Tausende von Besucher auf ihre Comicblogs locken können. Auch junge Comiczeichnerinnen aus der Mangaszene wie Asja Wiegand oder Katja Klengel entdeckten das Netz für ihre Webcomics.
Das vorliegende Buch präsentiert auf satten 400 Seiten eine Sammlung der schönsten Strips von 30 Zeichnerinnen und Zeichnern. Zudem klärt Johannes Kretzschmar, einer der erfolgreichsten deutschen Comicblogger, auf 20 Seiten in seinem typischen Zeichenstil, wie man erfolgreich Comics bloggt.

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